Was ist kraniosakrale Osteopathie?
Die kraniosakrale Osteopathie befasst sich mit den feinen, rhythmischen Eigenbewegungen des zentralen Nervensystems und der angrenzenden Gewebestrukturen. Schädelknochen (Kranium), Wirbelsäule und Kreuzbein (Sakrum) bilden hierbei mit den Hirnhäuten und der Gehirnflüssigkeit eine funktionelle und anatomische Einheit.
Aus osteopathischer Sicht können mechanische Einschränkungen des kraniosakralen Systems (z. B. nach Unfällen, Operationen oder der Geburt) die freie Beweglichkeit der betroffenen Strukturen beeinflussen und zu funktionellen, myofaszialen oder vegetativen Regulationsstörungen beitragen.
Die manuelle Unterstützung dieser funktionellen Einheit bildet ein zentrales Fundament meiner osteopathischen Arbeit. Das Ziel dieses sanften Ansatzes ist es, die Eigenmobilität der beteiligten Gewebe zu unterstützen, um einen harmonischen Ausgleich im Körper zu begünstigen und die körpereigene Regulation anzuregen.
Kraniosakrale Osteopathie wird angewendet:
- bei funktionellen Schlafstörungen sowie zur begleitenden Unterstützung bei Konzentrations- und Lernschwierigkeiten
- bei akuten und chronischen Spannungszuständen sowie Überlastungen des Bewegungsapparates
- bei funktionellen Kiefer- und Zahnproblemen (z. B. Zähneknirschen/CMD) sowie bei Schluckbeschwerden oder unspezifischen Sehirritationen
- zur Regulation des Nervensystems bei Erschöpfung, innerer Unruhe oder funktionellen Organbeschwerden (z. B. bei einer Reizblase oder nervösen Magen-Darm-Beschwerden)
- zur sanften, regulierenden Gewebeentspannung von Mutter und Baby nach den mechanischen Belastungen der Geburt
- zur begleitenden Unterstützung bei funktionellem Schwindel oder Ohrgeräuschen (Tinnitus) ohne organische Ursache